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Menorca

9/23/2025

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Wir liegen des nachts vom Swell gebeutelt in unseren Kojen und versuchen zu schlafen – notabene in einer der wunderhübschen Ankerbuchten, die wir auf Instagram und Status posteten  . Auf einmal ein ohrenbetäubender Lärm im Schiff und danach rauschendes Wasser! Wir, sofort hellwach - in Sekundenbruchteilen gehen uns die verschiedensten Szenarien durch den Kopf. Woher kommt das Wasser. Wassereinbruch? Im Salon? – Nichts. Wir folgen dem Geräusch nach vorne, da ein Rauschen – Und: Entwarnung – unsere Dusche läuft. Durch das stete Rollen des Schiffes hat sich die Duschvorrichtung verselbständigt und irgendwie den Wasserhahn in Gang gesetzt. Wir sind einfach nur heilfroh, dass kein Leck im Schiff ist. Dabei sind wir eigentlich ganz gemütlich dabei, von Ankerbucht zu Ankerbucht an der Südseite von Menorca zu reisen. Eine Bucht schöner als die andere und wirklich nicht so viele Schiffe, so dass wir nachmittags immer Platz finden. Die Hochsaison ist vorbei, man spürt es deutlich.
Bis wir hier ankommen müssen wir uns gedulden. Nach zwei Tagen in Marseille können wir nicht mehr im Hafen bleiben, da eine Regatta stattfindet und der Hafen ausgebucht ist. So finden wir im touristischen Cassis eine neue Bleibe. Hier warten wir ein geeignetes Wetterfenster für die Überfahrt nach Menorca ab. Dabei erkunden wir zu Fuss die Calanques und nehmen es gemütlich. Am 14. September ist es soweit, wir starten in der Früh und können bei idealen Verhältnissen bis zum Einnachten mit flotter Geschwindigkeit segeln. Leider schläft abends der Wind ein und kommt nicht mehr so richtig, so dass wir gezwungen sind, den Rest zu motoren. Wetterkarten und Apps haben etwas anderes gezeigt, aber dem Wetter sind die Apps halt egal! Trotzdem sind wir glücklich die Überfahrt ohne Zwischenfall hinter uns gebracht zu haben. In Mahon tasten wir uns ein bisschen an die Balearen ran. Beide waren wir noch nie in diesem Gebiet. 
Wie gesagt, verbringen wir wunderbare Tage am Anker an der Südküste von Menorca. Oft nehmen wir das Dinghy (zu deutsch: Schlauch-Beiboot), gehen an Land und erkunden zu Fuss die Küste. Morgen werden wir in Ciutadella ganz im Westen der Insel einen Hafen ansteuern und schlechtes Wetter, diesmal zum Teil auch Regen und Gewitter, aussitzen. Wie es dann weitergeht, wissen wir noch nicht. Geht’s nach rechts – an die Nordküste von Menorca oder nach links, rüber nach Mallorca. Der Wind wird es entscheiden.
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Côte d’Azur

9/9/2025

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Da sind wir nun im Vieux Port von Marseille! Mein Wunsch war es, einmal hier einzufahren. Dass der Vieux Port soooo gross und langgezogen ist, konnte ich mir im Vorfeld nicht vorstellen, obwohl wir vor langer Zeit schon mal zu Fuss hier waren. Nun ja, wir haben es geschafft.

Nach einem schier endlosen Tschüss-Sagen in Loano geht es am 31. August los Richtung Westen. Wir kommen recht flott voran haben dabei meist schönen Segelwind. Drei Tage wettern wir in Häfen ab, einmal in Fréjus, wo es uns knapp vor einem grossen Gewitter in den Hafen reicht und zwei Tage bleiben wir in Le Lavandou. Dort bleiben wir jedoch nicht nur wegen des starken Windes, sondern auch, weil wir in diesem Hafen ein bisschen nach Hause kommen. Schliesslich haben wir hier vor zwei Jahren unsere Reise gestartet, da unsere EOS dort zum Verkauf lag. Zufälligerweise ist auch Alain Dosios, der Voreigner der EOS, vor Ort. So kommt es zu einem Wiedersehen. Wir freuen uns sehr, ihn und die Stadt mit den verbundenen Emotionen wieder zu sehen. «On est devenu amis», bemerkt Alain…

Bis Le Lavandou ist uns die Gegend bekannt, wir passieren Menton, erneut Roquebrune und wie bereits erwähnt Fréjus. Aber die Weiterreise nach Westen ist Neuland. Bei Giens gehen wir nach einem wunderbaren Segeltag vor Anker und geniessen die Ruhe und den Vollmond. Der kommende Tag wird nochmals zum wunderbaren Segeltag und wir legen fast 50 Seemeilen zurück. Kurz vor Marseille steuern wir den Windschutz einer Bucht an und ankern erneut. Diesmal beobachten wir die Mondfinsternis. Es ist schon spektakulär, wenn sich innerhalb einer Stunde der Mond von einer Sichel in eine Kugel verwandelt…

​Die letzten paar Meilen nach Marseille sind schnell zurückgelegt.

Die erste Etappe unserer Herbstrunde haben wir erreicht. Hier verlässt uns Anita – mit fast 240 gesegelten Seemeilen im Logbuch – wieder. Wir warten nun hier auf ein günstiges Windfenster, um die Überfahrt nach Menorca, 200 Seemeilen oder 40 Segelstunden am Stück, zu starten. Das dauert wohl noch bis Ende der Woche. 

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