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Mit einem Ritt auf hohen Wellen, bei achterlichem Wind von oft über 7 Knoten Speed verlassen wir Ibiza bei Sant Antoni de Portmany und kehren zurück nach Mallorca.
Port Andratx ist das Ziel, eine Stadt im Westen Mallorcas, vom Massentourismus völlig unberührt. Hier bleiben wir für zehn Tage und kommen so auch mental zur Ruhe. In Andratx finden wir einen Yanmar-Mechaniker, der sich unseren Motor anschaut und feststellt, dass die Gummifüsse, welche den Motor dämpfen, ersetzt werden müssen. Zudem muss das Wellenlager und die Wellendichtung kontrolliert und eventuell repariert werden. Dies an Land… Aber: Niemand hat Zeit, diese Arbeiten zu erledigen. Wir fragen in El Masnou – «unserem» Hafen an der spanischen Küste – an, ob wir früher zurückkommen dürfen – dies sei jederzeit möglich. Weiter fragen wir in der Werft von El Masnou nach, ob während der Monate Juni bis August die Arbeiten erledigt werden können. Auch in El Masnou hat es einen Yanmar-Servicebetrieb. Auch er, nach Beurteilung von Fotos, kommt zum gleichen Ergebnis, wie der Mechaniker in Andratx: Wir können mit der Eos weiterreisen, aber möglich viel unter Segel… Der 15. Juni ist für den Kran im Varadero und für die Reparaturarbeiten gebucht. Das alles beruhigt uns sehr, so dass wir nun wieder etwas entspannen und unsere «Ferien» auf Andratx geniessen können. Mallorca hat ein geniales, dichtes und gut freuquentiertes Autobus-Netz. Wir machen viele Ausflüge, gehen wandern und geniessen die Bergwelt im Westen. Ja, Mallorca hat wirklich wunderbare Ecken, abseits vom bekannten Rummel! Diese zehn Tage sind schnell vergangen und wir reisen weiter. Endlich ist mal wieder etwas ruhigeres Wetter angesagt und ja, der Sommer kommt. So segeln wir gemütlich der Küste entlang in Richtung Südosten und übernachten zweimal in wunderbaren Ankerbuchten. Bei Sa Rapità sind wir die Einzigen in der Bucht. Sowas haben wir in diesem Frühjahr noch kaum erlebt. Cala Figuera wäre mit 14 Seemeilen Entfernung nicht weit. Da der Wind jedoch, wieder einmal anders als prognostiziert, stark und «auf die Nase» kommt, segeln wir im Zickzack-Kurs mit 11 Wenden 30 Seemeilen… Mit einem gesunden Motor hätten wir wahrscheinlich diesen ab und zu eingesetzt… Cala Figuera, ein wunderbares kleines Städtchen an einem Mini-Fjord gelegen mit nur vier Gastliegeplätzen. Wir liegen hier eine Nacht alleine am Steg. Auch hier gibt’s kaum Massentourismus, wir bleiben drei Tage, wandern und geniessen. Ab jetzt planen wir nicht mehr weit voraus, da der nächste Mistral bereits in den Startlöchern ist. Wir wollen vor ihm rüber ans Festland und müssen deshalb Tag für Tag bereit sein, um loszusegeln. Wir haben definitiv keine Lust, nochmals einen Tag mit zehrendem Wellen-Geschaukel unterwegs zu sein… Irgendwie ist die Zeit im Nu verflossen, wir haben alles andere gemacht, als Blog geschrieben und Fotos herausgesucht: Wir sind gewandert, haben uns an die plötzlich gekommene Hitze angewöhnt und in der Nacht zu schlafen versucht und haben an den Stränden von Cala Rajada ein paar freie Quadratzentimeter für unsere Tüechli gesucht... Nun sind wir bereits zur letzten Etappe dieses Frühjahrs-Törns gestartet: Die ¨Überfahrt von Cala Rajada (Mallorca) nach El Masnou an der spanischen Küste bei Barcelona. Dort werden wir erwartet und dort wird am 15. Juni unser Schiff gepflegt und repariert. Also: Entschuldigt bitte, weitere Fotos werden folgen...
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