kaesermann.info
  • EOS – Der Blog
  • EOS – Der Standort
  • EOS – Das Schiff

Port Pollença – Mallorca

4/11/2026

0 Kommentare

 
Bild
5. April // 0630 – Mallorca, Cabo Formentor in Sicht.

Seit knapp einer Woche sind wir im Hafen von Port Pollença. Heute ist Vorbereitungstag, denn am Abend erreichen uns unsere ersten Gäste in diesem Jahr – Michu und Tina.

Die Überfahrt nach Mallorca verläuft ohne Probleme. Der Wind lädt einige Stunden zum Segeln ein, so dass wir auf der langen Strecke doch 33% segeln können. Mehr haben wir nicht erwartet, mussten wir doch den hohen Wellengang abwarten. Die Wellen sind jedoch noch recht hoch. Die Suppe, die ich zum Abendessen koche, schaukelt schön auf dem Herd. Auch die erste Schlafphase ist noch ganz schön wackelig. Je näher wir den Balearen kommen, desto ruhiger wird die See. Die Ankunft in Port Pollença ist dann schon recht sommerlich warm – ein wahrer Genuss. Auch, weil wir beim Anlegen von zwei Lieben mit winkenden und offenen Armen empfangen wurden: Geesche und Octi lernten wir letzten Herbst hier kennen. Eine Automechanikerin/Informatikerin und ein Programmierer mit einer wunderschön gepflegten Hallberg 31, die hier ihr Paradies gefunden haben. Weltoffen, herzlich, gastfreundlich, wunderbar.

Es war immer klar, dass wir einige Tage in Port Pollença bleiben wollen, um das Landesinnere zu besuchen. Wir mieten für zwei Tage einen Roller und fahren ans Cap Formentor. Da waren wir nicht die Einzigen. Es ist Velosaison. Geschätzt Hunderte von Radlern sind unterwegs zu diesem Cap. Leider aber auch Autos, welche auf dieser engen Strasse fast nur behindern. So entscheiden wir uns, weitere Berge nicht auch noch zu befahren, da dort sicherlich genauso viele Radler unterwegs sein werden. Auf Google Maps ist jedenfalls immer Stau gemeldet… Alcudia und Pollença standen auch auf dem Programm zum Besichtigen. In Alcudia wollten wir eigentlich unsere Crew in Empfang nehmen, das gelingt jedoch nicht, da der Hafen voll ist.

So verläuft die Woche rasend schnell. Zweimal sind wir aufs Meer rausgefahren, einmal zum Segeln, einmal um die Logge mit dem GPS zu kalibrieren und unsere neue Ankerboje zu testen. Morgen kommt nochmals recht starker Mistral-Wind auf, so dass wir einen weiteren Tag im Hafen bleiben werden. Dann jedoch startet unsere Weiterfahrt zu viert Richtung Palma. Wir sind gespannt!
Sonnenaufgang bei der Überfahrt
Monduntergang bei der Überfahrt – Land in Sicht
Cabo Formentor
Cap Formentor
Cap Formentor - jetzt von oben
Sicht aufs Cap Formentor
Am Cap Formentor mit den unzähligen Radlern
Stau am Cap Formentor mit den unzähligen Autos
Cap Formentor von der anderen Seite
Die Bucht von Port Pollença
Port Pollença
Pollença – die Stadt im Landesinneren
In der Bucht von Pollença schöner Wind und keine Welle
Segelausflug in der Bucht von Port Pollença
Segelausflug in der Bucht von Port Pollença
Geesche und Octi
0 Kommentare

Wir wären bereit…

3/31/2026

0 Kommentare

 
Bild
Vor einer Woche sind wir in El Masnou auf unserer EOS angekommen. Wie immer sind die ersten Tage mit Arbeiten am Schiff verplant. Dass wir aber so viel Zeit zum Arbeiten bekommen, haben wir uns so nicht vorgestellt. Eigentlich dachten wir im Vorfeld, Ende März längst auf Mallorca zu sein. Unser Hafenplatz-Vertrag läuft da auch aus. Aber der Wind will anders. Der will, dass wir uns noch ein bisschen auf dem Festland stillhalten. Denn der Mistral bläst seit Tagen und er weht direkt ans Ostkap Mallorcas. Momentan fauchen Windböen mit weit über 40 Knoten. Tja, so arbeiten wir halt weiter und gönnen uns jedoch auch ein paar Tage Barcelona.

Unsere EOS war, wie eine Freundin bemerkte, in der Kosmetik. Wir haben das Unterwasser abspritzen lassen. Die Segel sind gesetzt. Weiter haben wir die Teakfugen geschnitten und die Fussreeling abgeschliffen und lackiert. Weiter wollen wir noch das Teakdeck säubern und eine neue Lifeline einziehen. Ach, und der Kühlschrank soll eine neue Dichtung bekommen. Die zu montieren ist aber gar nicht so einfach. Oder anders: wir wissen noch nicht wie…
​
Langsam aber sicher sehen wir doch eine Möglichkeit, die Überfahrt nach Mallorca zu schaffen. Ende der Woche soll es laut Wind- und Wetterbericht losgehen. Beim Hafenbüro haben wir bereits abgeklärt, dass unser Platz erst ab Mai wieder gebucht ist und wir solange auf unserem Platz bleiben könnten…
0 Kommentare

Die See ruft...

3/20/2026

0 Kommentare

 
Am 23. März starten wir unseren Frühjahrstörn.
Von unserem aktuellen Liegeplatz El Masnou bei Barcelona wollen wir die Balearen zu See und Land erkunden. Geplant ist die Überfahrt übers Cap Formentor nach Pollença, Alcudia, Palma de Mallorca Isla Cabrera, Ibiza, Formentera, Soller und ca. Ende Juni zurück Juni El Masnou. Dort – während der heissen und teuren Zeit – wird die EOS wieder im Hafen liegen und auf uns für den Herbsttörn warten. Wetter und Wind wird die Route und die Termine bestimmen.

Wir werden euch hier weiter berichten...
0 Kommentare

Mallorca

10/3/2025

0 Kommentare

 

Heute geht’s zurück ans Festland zu unserem Winterplatz im Hafen von El Masnou nahe Barcelona. Gegen Abend wollen wir los und werden ungefähr morgen Mittag unseren neuen Hafenplatz erreichen.

Ja, was bleibt uns da in Erinnerung? Wie waren unsere Eindrücke? Sehr ambivalent. Wir haben Schönes, aber auch weniger Schönes gesehen.

Menorca bestach mit seinen wunderbaren, einsamen Ankerbuchten ohne jeglichen Lichtersmog. Man sah zum Teil die Milchstrasse, so klar waren die Nächte. Mit diesen Eindrücken verlassen wir Menorca und fahren in eine erste Bucht von Mallorca. Während des Tages ist diese Bucht hübsch mit zwei grossen Hotelblöcken. Des nachts jedoch blinken diese Hotelblöcke wie viereckige Weihnachtsbäume!!! Die nächste Bucht: Wir hören von weitem deutsche Schlager – unsere EOS liegt sicher 500m weit auf dem Wasser entfernt. Wir packen das Dinghy und wollen mal schauen, was da mitten am Nachmittag abgeht. Ja, da sehen wir die Touristen zu deutschem Schlager auf den Tischen tanzen, überall verstreut leere Bierbecher. Abends jedoch ist die Bar verstummt. Wir kommen in die erste Stadt: Es ist Sonntag und überall aus den Bars läuft deutsche Bundesliga… Ja, das sind zum Teil schockierende Eindrücke. Es gibt aber auch hier wunderbare Orte. Porto Cristo, Rafael Nadals Heimat, ist ein hübsches Städtchen. Wir liegen dort übrigens vis-à-vis seiner Superyacht, welche geschätzt so breit ist, wie unser Schiff lang. Ein weiteres Bijou ist Port de Pollença. Hier warten wir seit 3 Tagen auf die Rückfahrt ans Festland. Der Ort ist auch sehr touristisch, aber man kann schnell raus und es erwartet einen ein schönes Wandergebiert.

Fazit: Wir kommen wieder, wollen nächsten April Mallorca entdecken. Es gibt noch viel zu sehen. Erst ein sehr kleiner Teil der Insel haben wir in den letzten 10 Tagen entdeckt. 
​
Jetzt heisst es von der Segelsaison Abschied nehmen. Im nächsten Frühjahr geht es dann wieder los. Vielleicht kommen wir im Winter mal runter. Das wissen wir momentan noch nicht.

0 Kommentare

Menorca

9/23/2025

0 Kommentare

 

Wir liegen des nachts vom Swell gebeutelt in unseren Kojen und versuchen zu schlafen – notabene in einer der wunderhübschen Ankerbuchten, die wir auf Instagram und Status posteten  . Auf einmal ein ohrenbetäubender Lärm im Schiff und danach rauschendes Wasser! Wir, sofort hellwach - in Sekundenbruchteilen gehen uns die verschiedensten Szenarien durch den Kopf. Woher kommt das Wasser. Wassereinbruch? Im Salon? – Nichts. Wir folgen dem Geräusch nach vorne, da ein Rauschen – Und: Entwarnung – unsere Dusche läuft. Durch das stete Rollen des Schiffes hat sich die Duschvorrichtung verselbständigt und irgendwie den Wasserhahn in Gang gesetzt. Wir sind einfach nur heilfroh, dass kein Leck im Schiff ist. Dabei sind wir eigentlich ganz gemütlich dabei, von Ankerbucht zu Ankerbucht an der Südseite von Menorca zu reisen. Eine Bucht schöner als die andere und wirklich nicht so viele Schiffe, so dass wir nachmittags immer Platz finden. Die Hochsaison ist vorbei, man spürt es deutlich.
Bis wir hier ankommen müssen wir uns gedulden. Nach zwei Tagen in Marseille können wir nicht mehr im Hafen bleiben, da eine Regatta stattfindet und der Hafen ausgebucht ist. So finden wir im touristischen Cassis eine neue Bleibe. Hier warten wir ein geeignetes Wetterfenster für die Überfahrt nach Menorca ab. Dabei erkunden wir zu Fuss die Calanques und nehmen es gemütlich. Am 14. September ist es soweit, wir starten in der Früh und können bei idealen Verhältnissen bis zum Einnachten mit flotter Geschwindigkeit segeln. Leider schläft abends der Wind ein und kommt nicht mehr so richtig, so dass wir gezwungen sind, den Rest zu motoren. Wetterkarten und Apps haben etwas anderes gezeigt, aber dem Wetter sind die Apps halt egal! Trotzdem sind wir glücklich die Überfahrt ohne Zwischenfall hinter uns gebracht zu haben. In Mahon tasten wir uns ein bisschen an die Balearen ran. Beide waren wir noch nie in diesem Gebiet. 
Wie gesagt, verbringen wir wunderbare Tage am Anker an der Südküste von Menorca. Oft nehmen wir das Dinghy (zu deutsch: Schlauch-Beiboot), gehen an Land und erkunden zu Fuss die Küste. Morgen werden wir in Ciutadella ganz im Westen der Insel einen Hafen ansteuern und schlechtes Wetter, diesmal zum Teil auch Regen und Gewitter, aussitzen. Wie es dann weitergeht, wissen wir noch nicht. Geht’s nach rechts – an die Nordküste von Menorca oder nach links, rüber nach Mallorca. Der Wind wird es entscheiden.
n hier klicken.

0 Kommentare

Côte d’Azur

9/9/2025

0 Kommentare

 

Da sind wir nun im Vieux Port von Marseille! Mein Wunsch war es, einmal hier einzufahren. Dass der Vieux Port soooo gross und langgezogen ist, konnte ich mir im Vorfeld nicht vorstellen, obwohl wir vor langer Zeit schon mal zu Fuss hier waren. Nun ja, wir haben es geschafft.

Nach einem schier endlosen Tschüss-Sagen in Loano geht es am 31. August los Richtung Westen. Wir kommen recht flott voran haben dabei meist schönen Segelwind. Drei Tage wettern wir in Häfen ab, einmal in Fréjus, wo es uns knapp vor einem grossen Gewitter in den Hafen reicht und zwei Tage bleiben wir in Le Lavandou. Dort bleiben wir jedoch nicht nur wegen des starken Windes, sondern auch, weil wir in diesem Hafen ein bisschen nach Hause kommen. Schliesslich haben wir hier vor zwei Jahren unsere Reise gestartet, da unsere EOS dort zum Verkauf lag. Zufälligerweise ist auch Alain Dosios, der Voreigner der EOS, vor Ort. So kommt es zu einem Wiedersehen. Wir freuen uns sehr, ihn und die Stadt mit den verbundenen Emotionen wieder zu sehen. «On est devenu amis», bemerkt Alain…

Bis Le Lavandou ist uns die Gegend bekannt, wir passieren Menton, erneut Roquebrune und wie bereits erwähnt Fréjus. Aber die Weiterreise nach Westen ist Neuland. Bei Giens gehen wir nach einem wunderbaren Segeltag vor Anker und geniessen die Ruhe und den Vollmond. Der kommende Tag wird nochmals zum wunderbaren Segeltag und wir legen fast 50 Seemeilen zurück. Kurz vor Marseille steuern wir den Windschutz einer Bucht an und ankern erneut. Diesmal beobachten wir die Mondfinsternis. Es ist schon spektakulär, wenn sich innerhalb einer Stunde der Mond von einer Sichel in eine Kugel verwandelt…

​Die letzten paar Meilen nach Marseille sind schnell zurückgelegt.

Die erste Etappe unserer Herbstrunde haben wir erreicht. Hier verlässt uns Anita – mit fast 240 gesegelten Seemeilen im Logbuch – wieder. Wir warten nun hier auf ein günstiges Windfenster, um die Überfahrt nach Menorca, 200 Seemeilen oder 40 Segelstunden am Stück, zu starten. Das dauert wohl noch bis Ende der Woche. 

0 Kommentare

Letzte Tage in Loano

8/30/2025

0 Kommentare

 

Da sind wir nun, die letzten Tage in Loano – genau zwei Jahre haben wir diesen Hafenplatz belegt. Dabei haben wir viele Bekanntschaften geschlossen, da wir ja nicht immer nur am Reisen waren, sondern auch vor Ort im Hafen weilten, meist mit irgendwelchen Arbeiten beschäftigt. So auch diese Woche. Aber von vorne:
Die Reise geht mit dem Zug von Worben nach Loano. Es ist nicht die erste Fahrt mit dem Zug, sicher aber die Längste – ganze 15 Stunden dauert die Reise. Erster Grund ist, dass wir wegen Bauarbeiten nicht über Domodossola reisen konnten. Das verlängert die Reise ungemein. Bis Mailand sind wir aber on time und steigen in den nächsten Zug. Dieser kann die Türen nicht schliessen, so dass wir in Mailand festsitzen. Kein Problem, zwei Stunden später fährt der nächste Zug. Dieser kann die Türen schliessen und fährt auch pünktlich ab. Aber vor Piacenza geht nichts mehr. Knappe zwei Stunden sitzen wir fest. Dann endlich geht’s weiter. Anstelle von 18 Uhr sind wir um 22 Uhr endlich am Ziel. Aber das Gute: Auch um 23.30 Uhr erhalten wir noch eine Pizza und kühles Bier.
Diese letzten Tage sind voller Arbeiten und Abschiede. Die frischgewaschenen Segel müssen wieder gesetzt und anschliessend getestet werden. Da ist der erste Tag schon vorbei. Abends werden wir nach Calice (Finale) Ligure eingeladen, um eine Ferienwohnung von Marco, unserem Elektriker zu begutachten und mit Schweizerischem Auge zu beurteilen. Ein Bijou und Geheimtipp! Erst nach Mitternacht und feinem lokalen Nachtessen sind wir wieder zurück. Der nächste Tag wird der Elektronik gewidmet. Marco ist dabei und zerbricht sich den Kopf, weil der neu eingebaute Log-Sensor nicht mit dem Plotter kommuniziert. Darum ist auch dieser Tag schnell vorbei. Am späten Nachmittag erhält Daniel spontan einen Fotoauftrag von Marcos Partnerin: Die Ferienwohnungen für Werbung fotografieren. Dann kommt das Schwierigste und Mühsamste. Wir müssen für unseren Unterliekstrecker vom Gross ein gebrochener Sockel der Umlenkrolle ersetzen, der durch das Deck verschraubt ist. So nehmen wir die ganze Decke im Schlafzimmer ab, um das hinzubekommen. Eine knifflige und mühsame Arbeit, die stabil und wasserdicht sein soll. Sikaflex, einmal mehr… Den Thermofühler des Backofen sollte auch noch geflickt werden – dies gelingt uns jedoch nicht. So müssen wir den Backofen immer noch mit gedrückter Taste «bei Flamme» halten. Man stelle sich vor, wenn ein Brot 30 Minuten gebacken werden muss, drückt jemand – also ich – eine halbe Stunde auf diese Taste… So, aber jetzt sind wir parat. 
Denn, heute Abend kommt Anita, unser Besuch, und begleitet uns bis Marseille. Am Sonntag geht’s los.

0 Kommentare

EOS – Werftaufenthalt

8/9/2025

0 Kommentare

 

Unsere EOS muss aus dem Wasser gehoben werden. Nicht, dass etwas Spezielles kaputt wäre, nein, das Unterwasser muss gereinigt, wie auch neu gestrichen werden. Nebenbei werden alle Ventile geprüft und eine neue Logge eingesetzt. Da unsere EOS zu den kleinen Schiffen gehört, ist diese Arbeit in Loano nur während der Sommermonate Juli und August möglich. Bereits im Januar haben wir diesen Termin gebucht.
 
So fährt Daniel Mitte Juli erneut nach Loano, um bei den Arbeiten dabei zu sein. Nebenbei ersetzt er mit «unserem» Elektriker Marco die Batterien. Dabei legen die beiden vorne im Bug für unser Bugstrahlruder eine weiter Batterie ein. Diese Arbeiten dauern eine gute Woche. Unter grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit wird geschuftet. Daniel hat gar nichts dagegen, dass es Ende Juli, Anfang August in der Schweiz angenehm kühl ist, als er wieder heimkehrt.
 
Nun ist die EOS für neue Abenteuer bereit. Am 25. August reisen wir mit dem Zug zurück nach Loano und unsere Herbstrunde westwärts mit dem Endziel Barcelona startet.
 

0 Kommentare

Korsikas Westküste

6/8/2025

0 Kommentare

 
Seit gestern liegen wir im Hafen Calvi. Unsere Rundreise um Korsika und den  toskanischen Inseln ist beendet. Wir warten hier auf ein Wetterfenster, um die Überfahrt zurück nach Loano mit möglichst vielen Meilen unter Segel zurücklegen zu können. Die Windprognose gibt jedoch in der kommenden Woche nicht allzu viele Knoten an.


Mit sehr viel Wetterglück dürfen wir die Westküste Korsikas in Angriff nehmen. Uns war vorher nicht bewusst, wie wenige Häfen man anlaufen kann. Pianottoli, Propriano, Ajaccio, Cargèse und eben Calvi. Pianottoli steuern wir von Sardinien aus direkt an. Die Windverhältnisse sind damals noch sehr sportlich. Mit gut 27 bis 30 Knoten Wind steuern wir immer «Hoch am Wind» nach Korsika rüber. Sogar unsere Trinquette (Sturmfock) ist gerefft. Mitten im Nirgendwo ist der Hafen Pianottoli, Einkaufen mit dem Rad bergan mindestens 20 Minuten – und wirklich bergan!!!

Weiter geht’s im nächsten Abschnitt nach Propriano, auch da Hoch am Wind, aber nicht mehr so streng. Dann ist Schluss mit Häfen, Ajaccio lassen wir links liegen. Wir segeln Tag für Tag eine kurze Etappe von 10 bis 15 Meilen nordwärts und ankern jeweils abends in wunderschönen Buchten mit kitschig schönen Stimmungen. Oft nehmen wir das Dingi (Schlauchboot) hervor und erkunden die Umgebung zu Fuss. Die Landschaft erinnert eher an den Norden. Norwegen und Irland kommen uns dabei immer wieder in den Sinn.
Auf Höhe Girolata passiert mir ein Missgeschick, welches Daniel auf dem WhatsApp-Status schon zelebriert hat. Eine fiese Wurzel stellt mit das «Beinhäggli» und ich lande unsanft am Boden. Ansonsten verlaufen die Tage friedlich, unspektakulär und ruhig: Morgens vor dem Frühstück ein Bad im Meer und bei Sonnenuntergang das letzte. Dazwischen segeln, wandern und baden wir. In Cargèse müssen wir kurz wieder Einkäufe tätigen. Auch diesmal ist das Dorf oben am Hang. Wir gehen die Strecke zusammen zu Fuss, zum Glück tragen sich die schweren Einkäufe besser abwärts… 
Ja, wir hatten grosses Glück mit dem Wetter. Dadurch konnten wir  die Westküste so friedlich und ohne Stress bewältigen. Wir sind dankbar dafür.

Was bleibt? Viele wunderbare Eindrücke. Wir haben wieder viel gelernt und auch bei Vielem Routine gewonnen. Beispielsweise war für uns nach einem Ankermanöver auf Elba, bei dem wir einen versenkten Aussenborder mit hochzogen, klar: Ab jetzt immer mit Ankerboie, um nötigenfalls den Anker mit der Trippleine auszugraben. Apropos Ankern: Auch bei 17 – 20 Knoten Wind kann man ankern, was bei flachem Meer und wenig Wind die schönste Form von Übernachten ist.

Bereits im April loszureisen hat sich gelohnt. Auch wenn wir zu Beginn noch oft mit Mütze und warm verpackt segelten. Dafür waren noch wenige Schiffe unterwegs. In den letzten Wochen merkte man schon, dass der Sommer kommt. Die Buchten sind voller, die Häfen auch und in den Orten hört man neben Französisch und Italienisch oft auch Deutsch und Englisch.
​
Sobald wir in Loano ankommen, unser Schiff geputzt und einige Sachen repariert sind, geht es nach Hause. Wir machen jetzt Sommerpause in Worben und werden Ende August wieder nach Lonao anreisen – zum letzten Mal. Denn wir haben für den nächsten Winter ein Quartier in El Masnou, einem Vorort von Barcelona.

¡España, allá vamos!
0 Kommentare

Korsika – Mystische Westküste

6/8/2025

0 Kommentare

 
0 Kommentare
<<Vorher

    Archiv

    April 2026
    März 2026
    Oktober 2025
    September 2025
    August 2025
    Juni 2025
    Mai 2025
    April 2025
    März 2025
    September 2024
    August 2024
    April 2024
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023

    Categories

    Alle

Kristina + Daniel Käsermann | Quellenweg 3 – CH-3252 Worben | info(at)kaesermann.info
  • EOS – Der Blog
  • EOS – Der Standort
  • EOS – Das Schiff